"La Follia - the Triumph of Folly"

Hunderte von Komponisten haben sich lustvoll in die Nähe der Follia gewagt – es gibt kaum einen berühmten Namen, der nicht mindestens eine Follia für sich signiert hat. Es ist eine ständige Versuchung, eine Sucht: jede neue Variatio soll – im wahrsten Sinne des Wortes – verrückter als die vorherige sein.

Wieder einmal viele gute Gründe für das Ensemble Oni Wytars, einer ungebrochenen Tradition nachzuspüren, um sie mit neuen Facetten und Klängen zu schmücken, sie mit frischem Glanz zu präsentieren und damit dem Publikum eine sich selbst stets neu erfindende Welt der „Follia“ zu eröffnen. Ein beeindruckendes Sammelsurium an exotischen, alten Instrumenten wie Barockdrehleier, Schlüsselfidel, Violino d‘amore, Chitarra battente, Arpa doppia, mehrstimmige Dudelsäcke, Zink, Barockoboe, Cembalo, Orgel, Gambe und allerlei Perkussionsinstrumente stoßen auf besondere und eigenwillige Gesangsstimmen, die fantasievolle, ja teilweise absurde und abartige Texte aus dem mediterranen Kulturraum des Barockes zum Leben erwecken.
Follias anonymer Meister gesellen sich zu volkstümlichen Liedern und tauchen dann in die bekannten instrumentalen Werke von Corelli und Vivaldi, so tief, bis die Grenzen aufweichen und die Komponisten sich leise und zufrieden, ja schmunzelnd zur Seite stellen. Die Follia befreit sich aus den Fesseln der Literatur und des bekannten Repertoires, sie erschafft sich selbst neu und erblüht, zusammen mit dem Gesang, zu einem echten musikalischen Feuerwerk voller höchst virtuoser Improvisationskunst, Lebensfreude, Fantasie und natürlich ... Narrheit!

"Sie begeisterten mit exotischen Instrumenten, großartigen Stimmen, faszinierendem Facettenreichtum und unbändiger Spielfreude." Magdeburger Nachrichten

Ensemble Oni Wytars:
Belinda Sykes, Gabriella Aiello, Su Ehlers – Gesang
Peter Rabanser – Gesang, Dudelsäcke, chitarra battente
Riccardo Delfino – Drehleier, Harfe, Gesang
Marco Ambrosini – Nyckelharpa, Violino d'amore, Maultrommel
Jule Bauer – Tenor Nyckelharpa, Gesang
Katharina Dustmann – Perkussion
Carlo Rizzo – Tamburello
Michael Behringer – Orgel
Michael Posch – Blockflöten
Ian Harrison – Dudelsäcke, Zink, Gesang
Jane Achtmann – Viola da Gamba
Giovanna Pessi – Harfe

[4 Sänger, 10 Instrumentalisten / reduzierte Version: 2 Sänger, 5 Instrumentalisten]

Video "LA FOLLIA"
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"CARMINA BURANA"
Die Lieder aus Bendiktbeuren

Die große Liederhandschrift aus Benediktbeuren ist eines der repräsentativsten und bekanntesten Denkmäler der deutschsprachigen Dichtung und Musik des Mittelalters. Sie behandelt, aufgeteilt in vier Bereiche, in lyrisch-kunstvollen aber auch fröhlich-exzessiven Melodien die beliebtesten Themen der mittelalterlichen Lyrik:
Krieg, Moral und ihre Verspottung, die geistliche Dichtung - aber auch von exzessiven Liebes,- Sauf- und Spiel-Orgien wird berichtet.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit UNICORN Ensemble / Vienna.

[Ensemble Oni Wytars & Unicorn Ensemble: 2 Sänger und 7 Instrumentalisten]

"...absolut überzeugend...man konnte diese Musik aus dem fernen Mittelalter einfach nur geniessen" (Saale Zeitung)

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Hörbeispiel: "Fas et nefas"

"DEMODOKOS"
eine Reise auf den griechisch-byzantinischen Spuren Süditaliens

Die Tradition der blinden Sänger wie einst Homer und Demodokos hat Wurzeln, die weit zurückreichen, bis in die Zeit der "Sehenden Sänger", einer Art wahrsagender Schamanen. In zahlreichen griechischen Mythen wird die Blindheit der Sänger und der Wahrsager als eine Gabe der Götter oder der Natur gedeutet. Der Dichter hat, wie ein Orakel, die Augen für die "irdischen" Dinge verschlossen, dafür aber vermag er in die "andere" Welt zu sehen.
Ein beträchtlicher Teil der Musik und Poesie Süditaliens hat seine Wurzeln in der griechischen Vergangenheit des südlichen Endes der italienischen Halbinsel. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich hier die antike Kultur der Griechen mit den süditalienischen Traditionen vermischt und so entstand eine Mischkultur, die auf einzigartige Weise die byzantinische Welt mit der romanischen verbindet.

Das Ensemble Oni Wytars macht sich gemeinsam mit aussergewöhnlichen Musikern aus dem Mittelmeerraum auf den Weg durch eine Inselwelt der archaischen Klänge und erstaunlichen Geschichten, in nahezu vergessenen Sprachen einer nahezu vergangenen Tradition. Vom Sonnengesang bis zur Tarantella, von Instrumenten, die Jahrtausende überdauert haben, zu heutigen traditionellen Klängen, von der Ägäis durch das Ionische bis in's Tyrrhenische Meer nach Sardinien.

Ensemble Oni Wytars:
Belinda Sykes - Gesang
Peter Rabanser - Gesang, Doppelflöten, Gajda
Marco Ambrosini - Schlüsselfidel, Rebec, Maultrommel
Riccardo Delfino - Harfe
Efrén López - Oud, Lauto
Carlo Rizzo - Rahmentrommeln, Tamburello, Gesang
Ross Daly - kretische Lyra, Tarhu
Kelly Thoma - kretische Lyra
Michael Posch - Block- und Schilfflöten
Luigi Lai - Launeddas
Katharina Dustmann - Bendir, Def, Davul, Zarb

[11 Musiker / reduzierte Version: 7 Musiker]

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Hörbeispiel: "Nesci, nesci suli suli / Iglio, iglio guike sirma" [trad. Calabria / Creta]

"MEDITERRANEUM"
Mittelalterliche Improvisationswelten zwischen Orient und Okzident

"Zehntausend Flüsse münden ins Meer, doch das Meer läuft nie über ..." Die Fluten von Nil und Tiber, die Quellwasser aus Kaukasus, Balkan und Pyrenäen, aus Alpen und Atlasgebirge mischen sich im Mittelmeer "mare nostrum" nannten es die Römer der Antike, "unser Meer" - und doch gehört es allen. Im Bewusstsein vergangener Generationen war das "Mediterraneum" (=Mittelländisches Meer) tatsächlich die "Mitte der Welt". Hier kreuzten sich die Handelswege zwischen Nord und Süd, zwischen Orient und Abendland, hier trafen die alten Kontinente Europa, Afrika und Asien, ihre Zivilisationen und Religionen aufeinander.

Ensemble Oni Wytars präsentiert sein neues Projekt mit großartigen Musikern aus dem Mittelmeerraum: "Mediterraneum" - Musik aus der byzantinischen und osmanischen Epoche, italienische Instrumentalmusik des Trecento und ihre "Spuren" in der Volksmusiktradition Süditaliens und der Inseln Sizilien und Sardinien, Pilgerlieder in Tanzform aus dem katalanischen Llibre vermell des 14. Jahrhunderts, aber auch wundervolle Lyrik aus der "Andalusischen Schule", sephardische Romanzen und das, was nach der jüdischen Diaspora im 15. Jahrhundert auf dem Balkan daraus geworden ist, - und schließlich, populäre Klänge aus dem heutigen arabischen, türkischen, und griechischen Kulturraum. Viele dieser Traditionen reichen Jahrhunderte zurück, Oni Wytars will klangliche Brücken bauen, in ferne Welten - zeitlich und räumlich. Die virtuosen Improvisationen des Ensembles auf dieser Reise durch den mediterranen Raum sind weit mehr als ein Eintauchen in eine Zeit, in der die Musik aus ihren starren Strukturen ausbrach - vielmehr bringen sie uns in einer "zwischen den Noten stehenden" musikalischen Freiheit der Alten Musik näher. Es ist ein Hineintasten in Klangräume zwischen Gestern und Heute, zwischen Nah und Fern. Diese musikalische Reise im Mittelmeer will Klänge modellieren, Gefühlen und Phantasien freien Lauf lassen, Ohren und Herzen öffnen, Farbigkeit, Duft und Klang des "mare nostrum" beschwören.

Ensemble Oni Wytars:
Belinda Sykes - Gesang, Duduk
Peter Rabanser - Gesang, Laute, Gajda, Duduk
Marco Ambrosini - Nyckelharpa, Pochette
Katharina Dustmann - Zarb, Bendir, Davul
Michael Posch - Schilf- und Blockflöten
Riccardo Delfino - Harfe
Carlo Rizzo - Tamburello, Riqq, Gesang
Ross Daly - kretische Lyra, Tarhu
Kelly Thoma - kretische Lyra
Ian Harrison - Zink, Schalmei, Gaita
Efrén López - Oud, Citola
Luigi Lai - Launeddas

[14 Musiker / reduzierte Version: 7 Musiker]

Video "MEDITERRANEUM"
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Ein Projekt im Zusammenarbeit mit: und

"Der fremde Blick" - (From Byzantium to Andalusia)
Mediterrane christliche, jüdische und islamische Musik des Mittelalters

Die Musik und Poesie der drei großen mediterranen Kulturen im Mittelalter: Italienische "Laude" aus dem "Laudario di Cortona", Musik und Poesie der osmanischen "Derwisch-Bruderschaften"um den Dichter und Mystiker Yunus Emre, "Sephardische "Romanzen" der aus Spanien vertrieben Juden, Christlich -Arabische Musik aus Syrien, die "Andalusische Schule" aus Marocco, und Christlich-Spanische Musik aus dem "Llibre vermell de Montserrat".

[8 Musiker / reduzierte Version: 7 Musiker]

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Hörbeispiel: "Kyrie eleyson" [trad. Libanon]

"Stella Splendens"
Die Musik auf mittelalterlichen Pilgerwegen
"Cantigas de Santa Maria", dem "Llibre Vermell de Montserrat", u.a..

Die Musik war auf den mittelalterlichen Wallfahrtsstraßen zweifellos ein äusserst wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Man verkürtzte sich die Reise, die oft Monate oder Jahre in Anspruch nahm, mit kurzweiliger Unterhaltung. Dieses Prinzip machte sich auch die Kirche zueigen und ließ populäre Volksweisen und Tänze mit sakralen Texten unterlegen, aufdaß das Volk bei seiner Unterhaltung nicht den rechten Glauben verlieren würde. So kommt es, daß bis zum heutigen Tag auf den Pilgerwegen noch immer Melodien gesungen werden, die ihre Wurzeln im späten Mittelalter haben und inzwischen in die traditionelle Musik aufgenommen wurden.

Dieses Konzertprogramm präsentiert sich als Reise, oder vielmehr als musikalische Wallfahrt durch ein mittelalterliches Europa voller Legenden, das gerade im Begriff war, sich aufzumachen in eine neue Epoche der kulturellen Vielfalt.

[7 Musiker / reduzierte Version: 5 Musiker]

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Hörbeispiel: "Stella Splendens" [Llibre Vermell de Montserrat]

"Friedrich II - Stupor Mundi"
Musik und Poesie um den Stauferkaiser
Ensemble Oni Wytars & Karsten Wolfewicz

Musik und Poesie um den Stauferkaiser, das ist Instrumental -und Vokalmusik aus Italien und dem nahezu gesamten Mittelmeerraum des 13. und 14. Jahrhunderts, aus Handschriften wie dem Codex Rossi, Llibre Vermell, Laudario di Cortona, den Cantigas de Santa Maria, der andalusischen Schule, u.a..
Friedrich II. war erfolgreicher Mittler zwischen Orient und Okzident, ein Kenner der orientalischen Künste und Wissenschaften. Sein Wissensdurst schien grenzenlos zu sein, mit christlichen und muslimischen Gelehrten stand er in regem Briefwechsel. Er versammelte zahlreiche Künstler und Gelehrte an seinem Hof, regte einen Dichterkreis an, der in italienischer Sprache Canzonen und Sonette verfasste - einige Werke des Herrschers selbst sind uns erhalten.
Zusammen mit Karsten Wolfewicz, einem wortgewaltigen und begnadeten Sprecher, wird dem Zuhörer die Welt des Stauferherrschers, den schon seine Zeitgenossen das "Staunen der Welt" nannten, nahegebracht. Wolfewicz gilt als leidenschaftlicher Kenner der Dichtung der Stauferzeit und versteht es, in atemberaubender Weise Poesie von -und über Friedrich II. zu präsentieren - eine Hommage an das "Staunen der Welt".

[K. Wolfewicz, 2 Sänger, 5 Instrumentalisen
reduzierte Version: K. Wolfewicz, 2 Sänger, 4 Instrumentalisen]

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Hörbeispiel: "Friedrich fragt den Gelehrten Michael Scotus nach dem Wesen der Welt / Per troppo fede" [Codex Rossi]

"Domna pos vos"
die Musik der Troubadours

Die Musik und einzigartige Lyrik der großen occitanischen und katalanischen Minnesänger wie Beringuer de Palau, Jaufre Rudel, Giraut de Bornelh u.a..
Die Troubadours widmeten ihre Poesie meist einer unerreichbaren Dame ihres Herzens, die wie sie selbst oft von adeligem Geblüt war. Prinzen und Barone, sogar Könige waren unter ihnen und waren darauf bedacht, die Ideale des mittelalterlichen Rittertums zu erhalten. Die Lieder der Troubadours behandeln in sogenannten "Sirventes" oftmals auch politische Themen wie den Konflikt zwischen Süd -und Nordfrankreich.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit UNICORN Ensemble / Vienna.

[Ensemble Oni Wytars & Unicorn Ensemble: 1 Sänger und 6 Instrumentalisten]

"Venite a laudare"
Leidenschaftliche Prozessionslieder aus Mittelitalien

Sie nannten sich Disciplinati di Gesú Cristo, Confraternita di Santa Maria delle Laudi oder Compagnia di Sancto Spirito, zogen durch die Straßen von Umbrien und sangen Loblieder zu Ehren Gottes, der Madonna und aller Heiligen. Die Botschaft der geistigen Erneuerung des Heiligen Franz von Assisi hatte die Herzen dieser meist einfachen Leute erreicht und sie versammelten sich in religiösen Bruderschaften, den sogenannten Laudesi.
Eine Lauda mußte die Gemüter der einfachen Leute sofort entflammen, und das konnte nur erreicht werden, indem man sich der Melodien und Rhythmen bekannter "Schlager" bediente. Die starke Nachfrage dieser Bruderschaften nach neuem Liedgut und der Wunsch, das eigene Repertoire zu erweitern, begünstigten die Kompilation dieser Loblieder in sogenannten Laudari. Nur zwei dieser Laudari sind komplett mit Texten und Musik erhalten: der Codex 91 der Accademia Etrusca von Cortona und der Codex Magliabechiano BR 18 der Nationalen Bibliothek in Florenz.

[2 Sänger, 5 Instrumentalisten / reduzierte Version: 1 Sänger, 4 Instrumentalisten]

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Hörbeispiel: "Venite a laudare" [Laudario di Cortona]

"Gloria in cielo"
Musik zur Weihnachtszeit

Musik zur Weihnachtsgeschichte vom 13. - 16. Jahrhundert, Historisches und Überliefertes.

[2 Sänger, 4 Instrumentalisten / reduzierte Version: 1 Sänger, 3 Instrumentalisten]

"Canto novello"
Laude aus dem spätmittelalterlichen Italien

Ars Choralis Coeln & Ensemble Oni Wytars

Lieder einer geistigen Erneuerung, einer sozialen und vor allem einer musikalischen: ein Schmelztiegel, ein Konglomerat aus der jahrhundertealten Tradition der Musik der christlichen Kirche und der reichen Poesie des Volkes, individuell, kraftvoll und mitreißend.
Die Ensembles Ars Choralis Coeln und Oni Wytars haben sich eigens für dieses Projekt zusammengefunden, in dem sie ihre unterschiedlichen Spezialisierungen – berückende Klangschönheit und temperamentvolle instrumentale Virtuosität – vereinen können, um ein faszinierend vielschichtiges Klangbild der volksprachlichen geistlichen Musik der oberitalienischen Städte des 14. Jahrhunderts wiedererstehen zu lassen: ganz im Sinne der Compagnie delle Laude.

[16 Musiker/Innen]

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Hörbeispiel: "Gloria in cielo e pace in terra" [Laudario di Firenze]

"Cantar d'amore"
Lieder über die Liebe aus der italienischen Renaissance und mündlicher Überlieferung

Ensemble Oni Wytars & Gabriella Aiello

Aus dem unerschöpflichen Reichtum an Liebesliedern des 16. und 17. Jahrhunderts aus italienischen Tavernen und Fürstenhöfen bis zur heutigen Tradition Mittel- und Süditaliens:
Villanelle, Arie, Frottole, Tarantelle, Pizziche, Serenate - zeitlose Poesie von Meistern ihres Fachs wie Bartolomeo Tromboncino, Giovan Thomaso di Maio, Johannes Hieronymus Kapsberger, Barbara Strozzi, Giacomo Gorzanis, Sbruffapappa, Giovanni Domenico Da Nola und vielen anderen.

[5 -7 Musiker]

"Musica Antiqua Italica"
Il Paradiso della Musica - Saltarelli, Laude, Ricercare e Villanelle

Italien ist im Mittelalter und in der Renaissance das "musikalische Wunderland" Europas, ein Land, in dem verschiedene (Musik-)Kulturen aufeinander treffen, sich aneinander reiben und dabei etwas Neues und noch nie da Gewesenes entstehen lassen. Da ist einerseits die machtvolle katholische Kirche mit ihrer wichtigen konservatorischen Funktion, die mit ihrer mündlichen und schriftlichen Überlieferung im besten Sinne bewahrend auf die Musik wirkte, aber zugleich auch viele Neuerungen zu unterbinden suchte, und daneben entsteht in den Bruderschaften der "Laudesi" die erste religiöse "Volksmusik" in Europa.
Die harmonische und mehrstimmige Instrumentalmusik entwickelt sich und wird aufgewertet, etwa mit den Experimenten der Ars Nova und der Ars Subtilior, und gleichzeitig breiten sich die mächtigen Einflüsse der arabischen Kultur vor allem mit ihren rhythmisch-perkussiven Elementen von Süditalien aus langsam Richtung Alpen aus.

[4 -7 Musiker]

"Crai, Crai Crai"
Musik am Spanischen Hof zu Neapel

Ensemble Oni Wytars & Pascale van Coppenolle [Orgel]

3 musikalische Welten begegneten sich im spanischen Vizekönigreich Neapel: die Tarantelle, Villanelle und Frottole der neapolitanischen Dichter und Musiker wie z.B. Giulio Cesare Cortese oder Velardiniello, die Recercadas und die Villancicos der spanischen Komponisten Diego Ortiz und Luys de Narváez, und schließlich die kunstvollen Orgelwerke der Flämischen Meister wie u.a. Giovanni de Macque, die als Kapellmeister bei Hof beschäftigt waren.
Die Tammurriata, anfänglich nur mit dem Tamburello und einfachen Kastagnetten begleitet, wandelt sich um 1500 zum melodischen, harmonisierten Lied, der Villanella (=Bauernmädchen), die zur Blütezeit der Spanischen Herrschaft im Königreich Neapel den Höhepunkt ihrer Popularität erreicht. Zuweilen in noblen akademischen Zirkeln in Neapel und Rom, aber auch in den Kneipen der Stadt am Vesuv vorgetragen und begleitet von Colasciune, Tammorielle, Mandóle e Tiorbe, wird die Villanella bald zur ernstzunehmenden Konkurrenz des spanischen Villancico.
Neapel war ab dem 16. Jahrhundert nach Venedig und Rom ein Zentrum der Tastenmusik von internationalem Rang. Maßgeblichen Anteil daran haben namhafte Komponisten wie Giovanni Maria Trabaci sowie sein Lehrer Giovanni de Macque, die beide für ihre Zeit u.a. ausgesprochen experimentelle Werke voller extravaganter Chromatismen und kühner Harmonien komponieren.

[2 Sänger, 7 Instrumentalisten / reduzierte Version; 2 Sänger, 4 Instrumentalisten]
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Hörbeispiel: "Crai, crai, crai" [Velardiniello/ Cancionero de Palacio, 16.Jh.]


Hörbeispiel: "Batalha de 6° tom" [anon, 17.Jh.]

"On the way to Bethlehem"
Musik der Pilger im Mittelalter

Ensemble Oni Wytars & Unicorn Ensemble Vienna

Eine Reise auf den Spuren der Wallfahrer in´s "Heilige Land", von England bis nach Palästina.
Vokal-und Instrumentalmusik des 12.-15. Jahrhunderts sowie traditionelle Musik zur Weihnachtsgeschichte aus England, Frankreich, Deutschland, Kroatien, Mazedonien, Bulgarien, der Türkei, dem Libanon und Syrien.

[Ensemble Oni Wytars & Unicorn Ensemble: 2 Sänger und 7 Instrumentalisten]

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Hörbeispiel: "Sei willekommen Herre Christ" [anon, 14.Jh.]

"Sheherezade"
Musik in Bildern aus 1001 Nacht

Ein ausgewähltes Repertoire von Vokal -und Instrumentalmusik aus dem reichen Fundus der orientalischen Musiktradition.
Gespielt auf klassischen und traditionellen türkischen, persischen und arabischen Instrumenten sowie deren europäischen Nachfahren des Mittelalters und der Renaissance führt dieses Programm von Kompositionen westlicher Meister des späten Mittelalters über die Musik des Balkans, die spirituelle Sûfi Musik der Türkei bis zur klassischen und traditionellen Musik der arabischen Mittelmeerländer. "1001 Nacht" - und eben so viele Märchen, Träume und Bilder, die wir mit diesem Mythos verbinden. Eine märchenhafte Erzählung - Bilder einer faszinierenden und fremden Welt.

[5 -7 Musiker (Sänger und Instrumentalisten)]

Video "SHEHEREZADE"
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Live at "MusikTriennale Köln" and "Montalbâne" Festival 2007.
Excerpt from a TV-portrait by Jürgen Wilcke, WDR-Cologne/Germany.

"Die Rückkehr des Marco Polo"
Erinnerungen an eine noch nicht angetretene Reise...
Eine Komposition von Marco Ambrosini & Katharina Dustmann

1271 - Marco Polo steht kurz vor seiner großen Reise. Die "fantastischen" Berichte des MARCO POLO, 1308 erstmalig in altitalienischer Sprache in seinem Werk Il Milione erschienen, waren Inspiration für diese Odyssee auf den Spuren des ersten "Weltreisenden".
Elf international bekannte Musiker aus den Bereichen der Alten und Neuen Musik präsentieren sich meisterlich als wahre Multi-Stilisten! Sie verzichten bewußt auf elektronische Klänge und wählen ein Instrumentarium, das sich über nahezu ein Jahrtausend erstreckt - Worldmusic begegnet Zwölftonmusik - Mittelalter wird zum Jazz - eine abenteuerliche Jagd um den Globus!

(...erstaunliche kompositorische Leistung in einer weiträumigen Terra incognita. ...originelle Klangbilder voller exotischer Farben.) Frankfurter Rundschau

[5 -7 Musiker (Sänger und Instrumentalisten)]
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Hörbeispiel: "Assassini"


Pretiosa Musicorum Exempla!
Ein Gesprächskonzert (ca. 60 min.)

Die Entstehung und Entwicklung der Musikkultur und der Musikinstrumente der vergangenen 1000 Jahre.

Im Zuge der Wallfahrten und Kreuzzüge im Mittelalter begaben sich neben Kreuzrittern und Pilgern auch Gelehrte und Künstler in den bislang recht unbekannten Orient und begegneten dort einer Welt, die ihnen bis dahin nur aus Legenden geläufig war.
Die Musik, im christlichen Europa vorwiegend der Geistlichkeit vorbehalten, genoss dort als Kunstform der Poesie höchstes Ansehen. Mit der Rückkehr der Pilger und Kreuzfahrer wurden auch Musikinstrumente des Orients in Europa eingeführt. Sie wurden rasch weiterentwickelt und waren schon bald nicht mehr aus der europäischen Musik wegzudenken.

Ein außergewöhnliches Konzertprogramm, gespielt auf Nachbauten von antiken Instrumenten des Orients und deren abendländischen Nachfolgern des Mittelalters und der Renaissance. Etwa 20 verschiedene Musikinstrumente aus Orient und Okzident werden erklärt und in Musikbeispielen vorgestellt. Die Zuhörer sollen Gelegenheit haben, die Geschichte unserer westlichen Musikkultur zu entdecken, um auf diese Weise so manche Wurzeln unserer heutigen Musik wiederzufinden.

[ab 3 Musiker]

"La Follia"
"Mediterraneum"
"Demodokos"
"Crai, Crai, Crai"
"Byzantium-Andalusia"
"Carmina Burana"
"Stella Splendens"
"Stupor Mundi"
"Troubadours"
"Venite a laudare"
"Gloria in cielo"
"Canto Novello"
"Cantar d'amore"
"Musica Antiqua Italica"
"The way to Bethlehem"
"Sheherezade"
"Marco Polo"
"Pretiosa Musicorum"